Über lange Zeit genügte es für ein Rechenzentrum, statische Leistungen vorzuhalten – sei es Serverkapazität, Speicherplatz oder Rechenzeit. Da aber die Anforderungen immer dynamischer werden, ist es notwendig, flexibel darauf zu reagieren. Dauerte früher ein Technolo-giewechsel noch Monate (oder gar Jahre), gilt es heute, neue Dienste schnell bereitstellen zu können. Hierbei ist aber nicht nur die Geschwindigkeit entscheidend, es zählen auch Sicherheit, Zuverlässigkeit und der notwendige Aufwand. Aus kaufmännischer Sicht wird das Rechenzentrum damit von der technischen Plattform zum Dienstleistungs-Erbringer.
Diese Wandlung zum „Dynamic Datacenter“ ist aber nur dann möglich, wenn die aktiven Komponenten des Rechenzentrums aufeinander abgestimmt sind, ein hoher Grad an Automatisierung erreicht, die Zustände der Komponenten bekannt und weitreichende Prozesse zur Verwaltung des Rechenzentrums etabliert sind. Um die Dynamisierung des Rechenzentrums zu ermöglichen, haben wir das „Dynamic Datacenter“-Konzept als Baustein der "AppSphere Enterprise Cloud Platform" entwickelt. Es besteht aus einer umfangreichen Sammlung von Erfahrungen, Konzepten, Technologien und Prozessen. Sie stellen sicher, dass der Wandel gelingt.
Das „Dynamic Datacenter“ Konzept setzt dabei an allen notwendigen Stellen des Rechenzentrumsbetriebs an. Wir sehen im „Dynamic Datacenter“ mehrere Ebenen, deren Zusammenspiel den Erfolg ausmacht.
Virtualisierung
- Grundlage des „Dynamic Datacenter“ ist die weitgehende Virtualisie-rung bestehender Strukturen, unabhängig von den dazu eingesetz-ten Produkten. Nur in einer virtualisierten Umgebung können neue Server und neue Dienste schnell und hochautomatisiert bereitge-stellt werden. Kapazitäten, die bislang brachliegen, können durch dynamische Umprovisionierung von virtuellen Maschinen dann zur Verfügung gestellt werden, wenn sie wirklich benötigt werden. AppSphere setzt hier auf bewährte Technologien der führenden Hersteller VMware, Citrix und Microsoft.
Automatisierung
- Manuelle Tätigkeiten sind zeitaufwändig und damit kostenintensiv. Auch die Fehlerhäufigkeit steigt mit einem höheren Anteil an manueller Arbeit in einem Rechenzentrum. Je höher der Grad der Automatisierung in einem Rechenzentrum ist, desto geringer ist der notwendige Aufwand, um einen neuen Dienst zu implementieren. Aber nicht nur die neue Bereitstellung von Ressourcen ist damit einfacher, auch die Wiederherstellung im Fehlerfall wird deutlich erleichtert. Automatisierung darf dabei aber nicht Selbstzweck sein, sondern muss bestehende Arbeitsabläufe unterstützen und erleichtern. Daher baut die AppSphere hier nicht nur auf die Automatisierungsprodukte namhafter Hersteller wie Microsoft oder visionapp, sondern auch auf einen reichen Erfahrungsschatz aus vielen Projekten. Damit ermöglicht sie es, die Automatisierung in einer bestehenden (oder neuen) Umgebung sinnvoll einzusetzen und gängige Stolpersteine von Anfang an zu vermeiden.
Überwachung und Management
- Für den reibungslosen Betrieb des dynamischen Rechenzentrums ist es notwendig, immer über die Zustände von Servern und anderen Geräten informiert zu sein. Hierbei gilt es aber nicht nur, die jeweiligen flüchtigen Daten zu kennen, sondern auch auf Grund längerer Datensammlungen vorausschauend zu arbeiten und zu reagieren, bevor Engpässe oder Fehler auftreten können. Es gibt hierzu hervorragende Produkte, aber es ist auch nötig, diese sinnvoll einzusetzen. Gerade im Bereich des System Management, wo sehr viele Daten unterschiedlichster Art anfallen, muss genau geprüft werden, was davon für den täglichen Betrieb notwendig und aussagekräftig ist. Die AppSphere bietet hier neben der Einführung der notwendige Produkte genau das Wissen, um bei der Überwachungsplanung zu unterstützen und gemeinsam mit dem Kunden eine effektive Überwachungsstrategie zu schaffen.
Prozesse und Verfahren
- Setzt man fortgeschrittene Techniken zum Rechenzentrumsbetrieb ein, ist es wichtig, sie auch nutzen und steuern zu können. Dafür braucht man definierte Prozesse, die sich an der Alltagspraxis des RZ-Betriebs orientieren und die neuen Technologien zur Dynamisierung des Datacenters in Betracht ziehen. Mit einer fundierten Definition von Prozessen und Verfahrensweisen schafft man nicht nur Sicherheit für die Rechenzentrums-Mitarbeiter, man ermöglicht darüber auch den effizienten Betrieb und die reibungslose Bereitstellung von Diensten. Die AppSphere handelt hierbei nach dem Grundsatz, dass Bewährtes übernommen und Neues geschaffen wird. Musterprozessdefinitionen, wie sie in zahlreichen Projekten entwickelt und erprobt wurden, werden auf die bestehende Umgebung und die neuen Herausforderungen angepasst. Dabei wird aber nie außer Acht gelassen, dass ein Prozess aus dem Lehrbuch in der Praxis vielleicht auf seine Grenzen stoßen kann – und daher werden solche Prozesse von der AppSphere immer am tatsächlichen Bedarf des Kunden orientiert.
Mit den Produkten und Konzepten des AppSphere Dynamic Datacenter ist es also möglich, eine statische Rechenzentrumsstruktur an heutige und kommende Herausforderungen anzupassen und zukunftssicher zu machen. Wie bei allen unseren Leistungen gilt auch beim Dynamic Datacenter, dass sämtliche Konzepte in der Praxis erprobt sind, und bestehende Infrastrukturen integriert werden können. Damit wird – im Gegensatz zu anderen Lösungen – der Einführungsaufwand verringert, die Kosten gesenkt und Bestehendes kann effektiv weiter genutzt werden.